So unterschiedlich und doch so gleich

    Was alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kokerei Bottrop auszeichnet, ist ihre Identifikation mit dem Unternehmen. Obwohl sie auf den ersten Blick unterschiedlich sind, teilen sie diese große Gemeinsamkeit. Und so verschieden sind sie gar nicht…

    Jung, motiviert, erfolgreich

     
    Julia Gawlik hat in den letzten Jahren verschiedene Bereiche derKokerei kennengelernt: Von der Ausbildung zur Chemikantin bis zur aktuellen Stelle im Betriebsbüro ist sie jeden dieser Schritte gerne gegangen.


    Julia Gawlik ist seit über zehn Jahren Teil der Kokerei Bottrop. Begonnen hat damals alles mit einem Schülerpraktikum, es folgten Ferienjobs, Ausbildung zur Chemikantin, Kesselschein und die Weiterbildung zur Chemietechnikerin. Jahrelang war sie in der Produktion tätig, mittlerweile hat sie ins Betriebsbüro für Instandhaltungsprozesse gewechselt. Der neue Aufgabenbereich umfasst vor allem die Bereiche Umwelt und Produktionsoptimierung. Hier kommt ihr auch die Weiterbildung zugute, bei der sie die Kokerei unterstützt hat.
    Neben dem neuen Job meistert Julia Gawlik noch eine weitere neue Aufgabe: Den Spagat zwischen Muttersein und Beruf. Erst im August ist sie aus dem Mutterschutz zurückgekommen. „Das Management von Kind und Job ist eine Herausforderung, aber der Betrieb stärkt mir den Rücken“, erzählt die junge Mutter. Nach der Frühschicht von 6 – 14 Uhr holt sie ihren Sohn von der Kita ab und kann sich komplett ihrer Familie widmen. Ihre berufliche Zukunft sieht Gawlik weiterhin in der Kokerei, der nächste Schritt ist der Ausbilderschein. „Ich möchte mich und die Kokerei weiter verbessern, weiter zu Optimierungen beitragen – Verbesserung steht ganz oben. Und außerdem macht es einfach Spaß.“ Auf die Frage, ob sie den Betrieb wechseln möchte, reagiert sie mit einem klaren Nein. „Ich bin zwar nicht hier aufgewachsen, aber ich bin hier erwachsen geworden. Und ich möchte hier alt werden.“


    Für Alexander Groß gehört Veränderung zum Berufsleben dazu. Das bedeutet auch: Die Kenntnisse aus den vorherigen Positionen in die neue Stelle miteinfließen lassen und keine Aufgaben scheuen.


    Alexander Groß arbeitet seit vier Jahren in der ArcelorMittal Kokerei. Er war als Batterieschlosser direkt in die umfangreichen Verbesserungsprozesse involviert, kümmerte sich um Instandhaltung und Optimierung. Pünktlich zum neuen Jahr haben sich seine Aufgaben verändert: Seit dem 2. Januar ist er als autonomer Instandhalter tätig. Damit gehen einige Veränderungen einher: „Früher habe ich mich darum gekümmert, Dinge in Ordnung zu bringen, sie Instand zu setzen und zu halten. Jetzt bin ich weit davon entfernt und bediene große Maschinen.“ Das technische Vorwissen und Verständnis, das er sich als Schlosser angeeignet hatte, kam Groß hier zugut. „Ich gehe sehr behutsam mit den Maschinen um und kenne die Kraft, die dahinter steckt.“ Welche Herausforderungen sind mit dem neuen Job verbunden? „Die ganze Sache ist eine große Herausforderung. Vor allem auch die Umstellung auf die Kontischicht.“ Kontischicht bedeutet einen kontinuierlichen Schichtwechsel – das heißt: Früh-, Mittag- und Nachtschichten im Wechsel, mit anschließenden freien Tagen. Bisher hatte Groß nur in der Frühschicht gearbeitet. Aber der junge Mann fühlt sich diesen neuen Aufgaben und Blickwinkeln gewachsen. „Das ist das Spannende hier. Es ist immer neu und wird nicht langweilig.“ Was die Zukunft bringt, kann er heute noch nicht sagen, aber auch für Groß steht fest, dass er in der Kokerei bleiben will „und der Rest ist zu 50 Prozent gute Planung, das habe ich hier gelernt.“